Raus aus München - rein in die Region: eine besondere Jahreshauptversammlung im Lkr. Mühldorf am Inn.

Diese Versammlung war etwas Besonderes: Zum ersten Mal fand sie nicht im Stadtgebiet München statt, sondern im Landkreis Mühldorf - genauer beim Kreuzer-Wirt in Mettenheim. Ein starkes Zeichen für die enge Verbindung zu allen Landkreisen im Innungsgebiet.

Schon der Auftakt zeigte, worum es hier geht: echtes Miteinander. Zahlreiche Gäste aus Politik, Schule, Wirtschaft und natürlich aus der Innung selbst sorgten für eine lebendige Atmosphäre. Und der Blick ging gleich weiter nach vorn – zur nächsten Versammlung am 17. November im Landkreis Fürstenfeldbruck. Denn klar wurde: Gemeinsam erreicht man mehr.

Begrüßung durch unseren OM Andreas Romanow

Geschäftsführer Ricardo Schmidbauer präsentiert einen Meilenstein: die digitale Innung.

Die stellvertretende Landrätin aus Mühldorf am Inn, Frau Preisinger-Sontag hob in ihrem Grußwort die Bedeutung des Handwerks hervor – als verlässliche Perspektive für junge Menschen, als Motor der Region und als Branche mit „goldenem Boden“. Gleichzeitig wurde betont: Die Innung ist in den Landkreisen präsent und will das künftig noch stärker zeigen. Der Wechsel der Versammlungsorte soll deshalb zur festen Tradition werden.

Im Bericht des Obermeisters ging es um wichtige Ereignisse der letzten Monate. Veranstaltungen wie der Neujahrsempfang und die Freisprechungsfeier zeigten, wie viel Engagement in der Nachwuchsarbeit steckt.

Geschäftsführer Ricardo Schmidbauer informierte über ganz viele Zahlen, Daten und Fakten. Souverän und perfekt vorbereitet führte er durch das Programm.

Ein großes Zukunftsthema ist die Digitalisierung, berichtet Schmidbauer: seit Februar 2026 läuft die Buchhaltung komplett papierlos – ein echter Vorreiterschritt. Auch in der Ausbildung hält moderne Technik Einzug, ohne das handwerkliche Fundament zu verlieren.

Auch stellt der Geschäftsführer voller Vorfreude den Leistungskurs für überaus engagierte Maler-Auszubildende und Junggesellen vor – mit Themen von klassischen Techniken bis hin zu KI, 3D-Druck und sogar einem Auslandsaufenthalt. Ein Programm, das Lust auf Zukunft macht.

Auch bauliche Themen wurden vorangetrieben: Der Bauausschuss arbeitet intensiv an Konzepten für die Weiterentwicklung der Innung – mit viel ehrenamtlichem Einsatz.

In den Fachgruppen wurde deutlich, wie unterschiedlich die Herausforderungen sind: Während die Schilder- und Lichtreklamehersteller von der Meisterpflicht profitieren, geht es bei den Fahrzeuglackierern darum, Betriebe wieder stärker einzubinden und den Mehrwert der Innung sichtbar zu machen.

Wirtschaftlich wurde offen berichtet: Trotz einzelner positiver Entwicklungen führten steigende Kosten und weniger Auszubildende zu einem Defizit. Die Buchführung wurde bestätigt, Vorstand und Kasse entlastet und eine Gebührenanpassung ab September 2026 beschlossen.

Sehr lebendig waren die Beiträge der Berufsschulen. Sie zeigten, wie gut die Zusammenarbeit funktioniert und wie modern Ausbildung heute ist. Gleichzeitig bleibt die Nachwuchsgewinnung eine gemeinsame Aufgabe.

Zum Schluss kam noch ein schöner Impuls aus den Reihen der Mitglieder: mehr Gemeinschaft – durch Treffen, Austausch und gemeinsame Aktionen. Genau das macht die Innung aus.

Den feierlichen Abschluss bildeten zahlreiche Ehrungen für langjährige Mitglieder und engagierte Ehrenamtliche – mit viel Applaus und sichtbarer Wertschätzung.

Fazit: Eine gelungene Premiere außerhalb Münchens, viele gute Impulse und ein starker Gemeinschaftsgeist. Ein Abend, der gezeigt hat, wie lebendig und zukunftsorientiert das Handwerk in der Region ist.



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