Festlicher Start ins Jahr 2026: Neujahrsempfang mit Schäfflertanz, Vernissage und internationalen Gästen
Am 30. Januar 2026 findet in der Maler und Lackierer Innung Region München ein besonderer Neujahrsempfang statt. Drei Programmpunkte – Empfang, Vernissage und der seltene Schäfflertanz – machen die Veranstaltung zu einem echten Highlight.
Bereits beim Eintreffen der Gäste wird die besondere Atmosphäre spürbar: Obermeister Andreas Romanow begrüßt gemeinsam mit Geschäftsführer Ricardo Schmidbauer persönlich die Gäste am Eingang.
Um 10:30 Uhr eröffnet Andreas Romanow anschließend den offiziellen Teil – zunächst auf Englisch, was bei vielen Anwesenden für einen Moment der Überraschung sorgt. Der Grund wird schnell deutlich: Unter den Gästen befinden sich Mitglieder der The Worshipful Company of Coopers aus London, einer traditionsreichen britischen Zunft. Der Saal ist bis auf den letzten Platz gefüllt, die Atmosphäre festlich und erwartungsvoll.
In seinem Grußwort betont Martin Schöffl, MdL, Bayerischer Finanz- und Heimatstaatssekretär, die zentrale Bedeutung des Handwerks als Motor des Wirtschaftsstandorts Bayern. Er hebt das Bildungszentrum der Innung hervor, das einen wichtigen Beitrag zur Nachwuchsförderung leistet.
Die Dritte Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München, Verena Dietl, unterstreicht die große Bedeutung von Ausbildung und Leistungskursen und würdigt das Engagement der Maler- und Lackierer-Innung.
Franz Xaver Peteranderl, Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern, gibt anschließend einen Einblick in die aktuelle Lage des Handwerks.
Mit einem Augenzwinkern bemerkt Obermeister Romanow, die HWK sei heute wohl geschlossen – gefühlt seien alle bei der Innung zu Gast.
V.l.: HWK-Präsident Franz Xaver Peteranderl, Vizepräsidentin Carola Greiner-Bezdeka, Geschäftsführerin Manuela Koneczny, Obermeister Andreas Romanow, Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Hüpers, Geschäftsführer Dietmar Eisenschmid.
Dann kündigt lautes Geböller den Höhepunkt an: den Schäfflertanz.
Trotz eisiger Temperaturen versammeln sich zahlreiche Gäste und Zuschauer auf dem Vorplatz der Innung, darunter viele Kinder. Begleitet vom Münchner Kindl tanzen die Schäffler – eine Münchner Tradition, die auf das Jahr 1517 zurückgeht und nur alle sieben Jahre aufgeführt wird.
Für heitere Momente sorgt der Kasperl, der während des Tanzes mit Schabernack für Lacher sorgt und den Zuschauern augenzwinkernd die Nasen schwarz malt. Die schwarze Farbe – traditionell oft aus Ruß – gilt als Schutz vor der Pest und soll den Zuschauern Glück bringen.
Vier Maler-Auszubildende überreichen den Tänzern neu bemalte Schnapsringe, die im Rahmen der überbetrieblichen Unterweisung gestaltet wurden.
Coole Aktion!! Neu gestaltete Schnaps-Ringe für die Schäffler von unseren Maler-Azubis aus dem 2. Lehrjahr. Hier werden die Ringe überreicht.
Zurück im Gebäude hält Andreas Romanow eine klare und wachrüttelnde Neujahrsrede, in der er die weltwirtschaftliche Lage einordnet und politische Entwicklungen kritisch reflektiert.
Einen internationalen Akzent setzt Helena Cook, Master der Worshipful Company of Coopers. Sie bedankt sich herzlich für die Einladung und unterstreicht, dass die Eindrücke und Begegnungen in München für sie unvergesslich bleiben werden.
Ein feines Flying Buffet und die Vernissage mit Arbeiten der Leistungskursteilnehmer und Meisterschüler runden den Vormittag ab.
In vielen Gesprächen, Begegnungen und gemeinsamen Momenten klingt ein Neujahrsempfang aus, der eindrucksvoll zeigt, wie Tradition, Ausbildung, internationale Freundschaft und ein eng verbundenes Netzwerk Menschen zusammenbringen und das Handwerk stärken.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen die dabei waren. Auch ein Danke an unsere Leistungskurs- und Meisterschüler für die Präsentation Eurer Werke.

